Handball EM der Frauen 2016

Figur einer Frau die Handball spielt

Die Highlights der Handball-EM der Frauen 2016 in Schweden

Seit dem 18. Dezember ist es amtlich: Norwegen heißt der neue (alte) Europameister der Handball-Frauen. Die zwölfte Auflage des Turniers hielt viele enge, spannende Matches bereit – die deutschen Ladies können ein Lied davon singen, verpassten sie Rang 5 doch nur um Haaresbreite. Zeit, Bilanz zu ziehen!

Norwegen einfach übermächtig

Es ist schon ziemlich beeindruckend, wenn es einem Team gelingt, ein großes Event wie die EM mehr als „nur“ EINMAL zu gewinnen. Den norwegischen Handballdamen glückte das Kunststück nun zum sage und schreibe siebten Mal in der relativ jungen Geschichte des Sportereignisses. Im Nachbarland Schweden, das die Europameisterschaft in diesem Jahr austrug, sicherten sich die Frauen aus dem hohen Norden durch einen denkbar knappen 30:29-Sieg im Herzschlagfinale über die ebenbürtigen Vizeweltmeisterinnen aus den Niederlanden den erhofften Triumph.

Interessant: Obwohl die Norwegerinnen mit 211 erzielten und 170 erhaltenen Toren weder die beste Offensive noch die überzeugendste Defensive stellten, standen sie am Ende ganz oben. Wie das kam? Ganz einfach:

  • In den entscheidenden Momenten waren sie schlicht und ergreifend den Hauch besser, um zum Schluss die Nase vorn zu haben
  • Mit der 25-jährigen Nora Mørk in den eigenen Reihen konnte im Grunde nichts schief gehen. Die Top-Scorerin der Handball-EM der Frauen 2016 brachte es auf 53 Tore in acht Spielen.

Gewohnt stark: Frankreich und Dänemark

Selbstverständlich zählten auch die Däninnen als größte nordische Rivalinnen der Norwegerinnen und die Damen aus Frankreich zu den üblichen Verdächtigen, was das Erreichen der ersten Plätze anbelangt. Ins Endspiel kam aber keines dieser Teams. Sie mussten sich im Halbfinale mit jeweils vier Treffern Differenz den Finalistinnen geschlagen geben. Die Partie um Rang 3 entschied dann Frankreich mit 25:22 für sich.

Beide hatten ihre Stärken vor allem in der Defensive: So wurden Dänemarks Sandra Toft zur Top-Torhüterin und Frankreichs Béatrice Edwige zur besten Abwehrspielerin gekürt. Das Allstar-Team der Handball-EM der Frauen 2016 in Schweden komplettieren zwei Niederländerinnen (Nycke Groot und Yvette Broch), eine Spanierin (Carmen Martín), eine Rumänin (Cristina Neagu) und – natürlich – zwei Norwegerinnen (Camilla Herrem und Nora Mørk). Die meisten Treffer erzielten die Niederländerinnen (227), die wenigsten Tore unter den „Frauschaften“ mit acht Spielen mussten die Französinnen (164) einstecken.

Spitzenhandball – nicht nur auf Profiebene!

Auch bei Nicht-Profis erfreut sich Handball einer großen Beliebtheit. Wenn du bereits spielst oder durch die EM hochmotiviert bist den Sport selbst einmal auszuprobieren, haben wir die perfekte Ausrüstung für dich!

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Gutes Abschneiden der Deutschen

Nach dem ausgezeichneten sechsten Platz sagte DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld, die vier Halbfinalistinnen seien noch ein wenig vor dem deutschen Team. Letzteres habe den Rückstand zur Weltspitze aber deutlich verringert. Absolut richtig: Mit der besten EM-Platzierung seit 2008 (vierter Rang) setzten die Frauen ein Zeichen und machten klar, dass in Zukunft wieder stärker mit ihnen zu rechnen sein wird. Sogar das Halbfinale wäre drin gewesen, hätte es in der Hauptrunde statt des 20:20-Remis einen Sieg gegen Spanien gegeben. So wurde es denn „nur“ das Spiel um Platz 5 gegen Rumänien.

Außerdem spielten sich dramatische Szenen ab – nicht nur aufgrund des engen Ergebnisses (22:23 aus deutscher Sicht). Bei der letzten Aktion der Partie traf Rumäniens Siegschützin Cristina Zamfir Deutschlands Torfrau Clara Woltering unglücklich mit dem Knie an der Schläfe. Die Deutsche erlitt dabei eine schwere Schädelprellung und auch die Rumänin war kurzzeitig bewusstlos, da sie beim Sturz mit dem Kopf gegen den Pfosten knallte. Inzwischen sind jedoch beide wieder wohlauf.

Nach der EM ist vor der WM!

Im Dezember 2017 geht’s schon weiter mit Spitzenhandball der Frauenelite. Dann treffen sich die besten Nationen der Welt in Deutschland. Das heißt, die schwarz-rot-goldenen Damen bekommen also sehr bald die Chance, ihren tollen Auftritt, den sie bei der EM in Schweden hinlegten, auf heimischem Boden zu wiederholen oder gar zu toppen. Bis dahin kannst du dich natürlich auch selbst einmal in dieser flotten, ausdauer- und kraftintensiven Sportart namens Handball probieren!

Titelbild: ©istock – IstONE_hun

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