Deutschland deine Torhüter – Der nächste Torwart-Kapitän

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Die Engländer beneiden uns Deutsche – und zwar zu Recht: Im Gegensatz zu den Inselkickern hat es hierzulande nämlich noch nie ein Torwartproblem gegeben, ganz im Gegenteil. Und nun, da Bastian Schweinsteiger dem Nationalteam „Adieu“ sagte, ist nach Oliver Kahn der nächste Weltklassekeeper zum Kapitän ernannt worden: Bayerns Rückhalt Manuel Neuer!

Das Luxusproblem im Kasten

Wer soll das Tor hüten? Eine Frage, der unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. Während viele Teams häufig schon Schwierigkeiten haben, EINEN guten Torwart zwischen die Pfosten zu kriegen, standen und stehen die DFB-Trainer seit Jahrzehnten immer wieder vor einem anderen Problem: Die Anzahl hochkarätiger Torhüter war und ist einfach zu groß für die verfügbaren Plätze im Nationalteam.

Schließlich kann in der Regel nur einer spielen – und von maximal zwei bis drei Ersatzkeepern flankiert werden. Selbstverständlich handelt es sich bei dem Problem um eines der luxuriösen Sorte. Jammern brauch(t)en die deutschen Trainer also nicht.

Von Sepp Maier bis Oliver Kahn

Der erste wirkliche Gigant im Tor der deutschen Nationalelf war Josef Dieter „Sepp“ Maier. Am 4. Mai 1966 gab er sein Debüt. Es sollten 94 weitere Einsätze folgen – der letzte am 26. Mai 1979. Mit insgesamt 95 Partien ist Sepp Maier (noch) Deutschlands Rekordtorhüter. „Die Katze von Anzing“, wie der einstige Publikumsliebling wegen seiner schnellen Reflexe und katzenhaften Geschmeidigkeit im Tor genannt wurde, konnte sowohl den EM- als auch den WM-Titel erobern (1972 und 1974).

Harald Anton „Toni“ Schumacher trat in Maiers (große) Fußstapfen – und fügte sich doch ziemlich gut ein. Fast 7,5 Jahre lang hütete er das Tor der Nationalmannschaft. In seinen 76 Einsätzen musste er ebenso viele Gegentore hinnehmen. Allerdings durfte und darf auch er sich über einen großen Triumph freuen: Toni Schumacher und sein Team wurden 1980 Europameister.

Kleidung für den Torhüter

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Auf Schumacher folgten mehrere klangvolle Namen, etwa Bodo Illgner (1987 bis 1994), Andreas Köpke (1990 bis 1998) und Jens Lehmann (1998 bis 2008). Der letzte große Torwartheld vor Manuel Neuer war jedoch ein anderer: Oliver Kahn, der hitzige „Titan“, der die schwarz-rot-goldene Kiste vom 23. Juni 1995 bis zum 8. Juli 2006 in 86 Partien verteidigte. Den 95 Gegentoren stehen unzählige Glanzparaden gegenüber. Kahn gilt als einer der besten Torhüter aller Zeiten, wenngleich ihm ein aktiver EM- oder WM-Titel versagt blieb (1996 war er zwar im Team des Europameisters, hatte aber keinen Einsatz). Vom 3. Juni 2000 bis zum 8. Juli 2006 (dem siegreichen WM-Spiel um Platz 3 im eigenen Land gegen Portugal) trug er die Kapitänsbinde. Die Kapitänsbinde, die nun Manuel Neuer obliegt.

Neuer Kapitän für Deutschland

Seit der gebürtige Gelsenkirchener Manuel Peter Neuer im Jahr 2011 seinen Heimatverein FC Schalke 04 verließ, um bei den Münchner Bayern anzuheuern, konnte er sein Talent noch weiter entwickeln. Mittlerweile entfaltet er sein Können bei nahezu jedem Spiel.

Der 1,93 Meter messende Keeper bringt alles mit, was ein Toptorhüter und Mannschaftsführer braucht: Er liefert konstant überragende Leistungen – selbst seine bisweilen etwas wagemutigen Ausflüge Richtung Mittellinie hat Neuer inzwischen sehr gut im Griff. Als echter Teamplayer mit großen menschlichen Qualitäten ist er stets für seine Mannen da und ein absolutes Vorbild, wie auch Bundestrainer Jogi Löw kürzlich bestätigte.

Neuers herausragende Stärken: das unwahrscheinliche Reaktionsvermögen sowie die Übernahme von Verantwortung und das entschlossene Vorangehen, bei dem er dennoch Ruhe und Besonnenheit walten lässt. All das sind Eigenschaften, die ihn nicht nur zum Kapitän der Nationalmannschaft prädestinieren, sondern auch zum derzeit wohl weltbesten Keeper erheben.

Und wenn Manu mal ausfällt?

Nun, dann stellt sich eben Bernd Leno ins Tor. Oder Marc-André ter Stegen. Oder Kevin Trapp. Oder Ron-Robert Zieler. Oder… Fakt ist: Um die Position der Nummer 1 muss man sich in Deutschland weder jetzt noch in absehbarer Zukunft Sorgen machen!

Titelbild: © istockphoto.com – Sergey Nivens

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